Let’s talk about: Peelings

13. Januar 2021

Tschüss, alte Zellen! Ein regelmäßiges Gesichtspeeling sorgt dafür, dass die Haut wieder glatt und geschmeidig wird. Doch welches Peeling passt zu welchem Hauttyp?

Der Begriff Peeling kommt von dem englischen Begriff „to peel“ und meint ablösen oder abschälen. Manchmal hört man in Zusammenhang mit Produkten, aber auch das Wort „Exfoliation“, was aber nichts anderes ist.

Unsere Haut ist ein sich ständig erneuerndes Organ; der Hauterneuerungsprozess dauert durchschnittlich 28 Tage.

Durch die ständige Neubildung der Basalzellen in der untersten Schicht der Oberhaut werden die darüber liegenden Zellen kontinuierlich immer weiter nach oben geschoben, wo sie langsam austrocknen, verhornen und die oberste Hornschicht der Haut bilden. So werden aus den wasserreichen Basalzellen im Verlauf ihres Weges nach oben trockene und abgestorbene Hautschuppen.
Tag für Tag stößt die Haut etwa bis zu 14 Gramm dieser toten Hornzellen ab.
Doch welche Art von Peeling ist nun für deine Haut geeignet?
Denn ob mechanisch, chemisch oder mit Enzymen: Die Art, wie ein Gesichtspeeling Hautzellen entfernt, ist ganz unterschiedlich. Wer weiß, wie die einzelnen Peelings wirken, findet schnell das ideale Gesichtspeeling für seinen Hauttyp.

Mechanische Peelings umfasst alle Peelings, die durch „Reibung“ und „Schleifkörper“ die abgestorbenen Hautschüppchen abtragen. Mechanische Peelings eignen sich für normale, unempfindliche, Haut. Rosacea oder Akne sind hingegen ein Ausschlusskriterium.

Da durch die Schleifköper des Peelings die entzündlichen Aknespots aufgerubbelt werden können und sich so noch mehr vermehren können, sollte man bei unreiner Haut keine mechanischen Peelings durchführen. 

Die Schleifkörper können natürlicher Herkunft sein, wie z.B. Aprikosenkerne, Olivenkerne, Sand (eher scharfkantik) oder synthetisch, wie etwa Jojobakügelchen. Achtet bitte darauf, dass die Schleifkörper nicht aus Mikroplastik bestehen, denn das ist schlecht für unsere Umwelt. Feine Körnchen in der Peelingpaste ‚rubbeln‘ die Hautzellen ab und lassen das Hautbild glatter und strahlender erscheinen. Je empfindlicher eure Haut ist, desto feiner und runder sollten die peelenden Partikel sein. Am besten sind abgerundete Körnchen, zum Beispiel aus Jojoba-Wachs. Schleifpartikel wie Sand oder Olivenkerne sind scharfkantig und daher nur für ganz robuste Haut geeignet.

Enzympeelings: Dadurch dass Enzyme (Fermente) Eiweißbausteine spalten, lockern diese Peelings abgestorbenen Hautzellen, die nach der Einwirkzeit einfach abgewaschen werden können. Die Enzyme stammen oft aus Früchten, zum Beispiel aus Papaya (‘Papain’).

Der Vorteil enzymatischer Peelings: Sie sind sehr schonend und wirken besonders gleichmäßig.Ein großer Vorteil der enzymatischen Peelings ist, dass sie sehr sanft und gleichmäßig wirken. Sie machen, das Hautbild ebenmäßiger und glatter, Poren wirken verfeinert. Ein Enzympeeling ist für jeden Hauttyp geeignet, man muss nur wissen, dass es eben sanfter wirkt und jemand mit einer sehr robusten Haut mit einem chemischen Peeling ein besseres Ergebnis erzielen kann.

Und so kommen wir auch schon zu den chemischen Peelings: Sie entfernen auf sanfte und effektive Art die abgestorbenen Hautschüppchen, die überflüssig auf unserer Haut liegen. Neben der Minderung von Falten reduziert ein chemisches Peeling außerdem auch Pigmentflecken und sorgt für eine Verbesserung der Hautelastizität.

Ein chemisches Gesichtspeeling erhöht die Durchblutung der Haut durch einen chemischen Reiz und trägt einen Teil der oberen Hautschicht ab. Die Kollagenbildung in tieferen Hautschichten wird angeregt und Falten und Unebenheiten in der Haut werden ausgeglichen. Zudem kann das Wachstum von Bakterien, die Akne verursachen, gehemmt werden. Auf diese Weise werden auch Hautunreinheiten verbessert. Zum Einsatz kommen u.a. Alpha-Hydroxysäuren (AHA) sowie Fruchtsäuren, die zum Beispiel aus Zitronen, Äpfeln oder Zuckerrohr gewonnen werden (siehe Blog Fruchtsäuren J).

Bei chemischen Peelings unterscheidet man genau zwischen Heimprodukten und Peelings, welche rein für Kosmetikerinnen und welche für Ärzte vorgesehen sind. Da es bei chemischen Peelings unterschiedliche Arten sowie Konzentrationen geben kann, sollten sie ein höher konzentriertes Peeling wirklich nur beim Profi durchführen lassen.

Früher war oft die These: Oh ihr habt eine empfindliche Haut?
Dann solltet ihr auf dieses Peeling lieber verzichten. 
Falsch!

Heute ist man in Sachen chemischen Peelings viel weiter, so hilft z.B. eine Milchsäure bei empfindlicher Haut den Säureschutzmantel zu stärken! Abgestimmt auf die Sensibilität der Haut ist es schonender als ein mechanisches Peeling mit scharfkantigen Körnchen.

So geht beim Peelen alles glatt …
Damit Gesichtspeelings ihre Wirkung optimal entfalten können solltet ihr folgendes beachten.

  1. Ihr solltet eure Haut gründlich von Make Up, mit einem für eure Haut passenden Reinigungsprodukt, abreinigen.  (siehe Blog Reinigung)
  2. In der Regel wird nur eine kleine, perlengroße Menge pro Anwendung benötigt. Verteilt das Peeling mit sanften, kreisförmigen Bewegungen auf eurem Gesicht. Bei chemischen Peelings trägt man das Peeling meist wie eine Maske auf und massiert es nicht in die Haut ein. Schaut außerdem, ob euer Produkt eine bestimmte Einwirkzeit hat. Die meisten Gesichtspeelings werden nach der Anwendung mit Wasser abgespült.

Durch das Abtragen von Zellen ist die Haut nach dem Peelen anfällig für Feuchtigkeitsverlust. Tragt daher nach dem Peeling eure Tages- oder Nachtpflege auf. Wenn ihr eure Haut richtig verwöhnen möchtet, könnt ihr im Anschluss noch eine Maske auftragen/auflegen, die Wirkstoffe können nach einem Peeling wunderbar von der Haut aufgenommen werden. Auch empfiehlt es sich, wenn ihr ein Serum als Tages oder Nachtpflege oder für ab und zu habt, dieses auch unbedingt nach einem Peeling aufzutragen.

P.S. Auch deine Körper freut sich ab und an über ein spezielles Körperpeeling 🙂

Hier findet ihr direkt eure passende Pflege – be wonderful!

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